
ERGEBNISSE KAPITEL 3
konservierte Anordnung der Gene im Genom erstreckt sich über die gesamten Chromo-
somen und wird nur an Replikationsursprung und -terminus unterbrochen. Die Abbil-
dung der Chromosomen aufeinander zeigt eine ungewöhnliche X-Form, die nahezu
symmetrisch in Bezug auf den Replikationsursprung ist. In regelmäßigen Abständen
findet also eine Umkehrung der konservierten Reihenfolge der Gene statt. Solche Rich-
tungswechsel konservierter genomischer Bereiche wurden bereits für andere Vergleiche
zwischen verwandten Organismen beobachtet (Eisen
et al., 2000). Als Ursache wurden
chromosomale Inversionen angenommen, die aus bisher ungeklärten Gründen in glei-
chen Abständen vom Replikationsursprung bzw. -terminus stattfinden müßten. CDSs
aus
R. eutropha, die innerhalb potentieller genomischer Inseln liegen (siehe 3.I.3.2),
weisen keine bidirektionalen
BLAST-Treffer im Genom von R. solanacearum auf.
Abb. 3.15: Bidirektionaler BLAST-Vergleich auf Proteinebene zwischen Chr.2 aus
R. eutropha und dem Megaplasmid aus R. solanacearum, Megaplasmid.
Die hohen Übereinstimmungen zwischen Proteinsequenzen aus R. eutropha und
R. so
bar.
lanacearum erstrecken sich nicht auf die kleineren Replikons beider Genome
(Abb. 3.15): Nur 18 % der Proteine von Chr.2 aus
R. eutropha (465 von 2654 CDSs)
zeigen signifikante Ähnlichkeit zu Proteinen vom Megaplasmid aus
R. solanacearum
(entsprechend 28 % der Proteine vom Megaplasmid aus
R. solanacearum). Eine über-
geordnete Konservierung der Genabfolgen ist zwischen diesen Replikons nicht erkenn-
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